05138-702237

Private Krankenversicherung

Anleitung: Arztrechnungen, Rezepte, Kostenvoranschläge online bei der SIGNAL IDUNA einreichen

Reichen Sie Ihre Kostenbelege für die Krankenversicherung immer noch per Post ein? Dabei könnte es doch online viel schneller und bequemer gehen! In dieser kurzen, bebilderten Anleitung zeige ich Ihnen wie Sie Ihre Rezepte, Arztrechnungen und allen anderen Dokumente zur Ihrer SIGNAL IDUNA Krankenversicherung online übermitteln. Unabhängig davon, ob es sich um eine Krankenvollversicherung oder Krankenzusatzversicherung handelt.

Ein kurzer Hinweis vorab. Bitte übersenden Sie keine Belege per E-Mail, da je nach Verbindungstyp nicht immer eine verschlüsselte Übertragung garantiert werden kann. Sehen Sie zum Schutz Ihrer sensiblen Daten davon ab.

1. Scannen und speichern Sie Ihre Dokumente. Folgende Formate werden derzeit unterstützt: doc, docx, rtf, txt, xls, xlsx, pdf, jpg, jpeg, tif, tiff, gif, png, bmp

2. Öffnen Sie die Seite Meine SIGNAL IDUNA: https://meine.signal-iduna.de/. Sollten Sie noch nicht über Zugangsdaten verfügen, so registrieren Sie sich bitte. Wenige Tage nach der Anmeldung erhalten Sie Ihre Zugangsdaten per Post. Verfügen Sie bereits über Zugangsdaten, dann melden Sie sich bitte wie gewohnt an.

Login Meine SIGNAL IDUNA

3. Nachdem Sie sich eingeloggt haben klicken Sie bitte oben auf den Karteireiter “Verträge”.

Login Meine SIGNAL IDUNA

4. Auf der linken Seite finden Sie nun ein Menü mit den verschiedenen Versicherungssparten. Klicken Sie dort bitte auf “Krankenversicherung” und anschließend auf den Punkt “Nachricht mit Anlagen”.

Übersicht meine SIGNAL IDUNA

5. Klicken Sie auf der erscheinen Seite auf den gewünschten Krankenversicherungsvertrag unter dem Punkt “Für welche Verträge möchten Sie uns eine Nachricht senden?”. Entsprechend beim Punkt “Angaben zur Person” auf die versicherte Person. Wenn Sie Belege für mehrere Personen einreichen möchten, dann halten Sie die Maustaste gedrückt und fahren Sie mit dem Mauszeiger über die Namen. Wählen Sie beim Punkt “Was möchten Sie uns mitteilen?”, den Punkt “einem Schaden bzw. einer Leistung”. Unter dem Punkt “Notiz eintragen” können Sie ergänzende Angaben, wie z.B. Rechnung direkt mit der Praxis verrechnen, tätigen.

6. Zur Übermittlung von Dateien unter dem Punkt “Dateien hochladen” auf die Schaltfläche “Neue Datei” klicken. Es öffnet sich ein Fenster, dass je nach Betriebssystem und Internet-Browser unterschiedlich aussehen kann. Dort wählen Sie bitte die gescannte Datei aus. Es kann immer nur eine Datei ausgewählt werden. Klicken Sie nun auf “Öffnen” oder “OK”, je nachdem welches Programm Sie nutzen. Neben der Schaltfläche “Neue Datei” erscheint nun Schaltfläche “Abbrechen” mit der Sie das Hochladen unterbrechen können. Bitte warten Sie einen Moment.

Dateien hochladen unter Meine SIGNAL IDUNA

Anschließend erscheint eine Liste mit dem Titel “Hinzugefügte Unterlagen” und Ihrer Datei, dort können Sie bei Bedarf Dateien die nicht übermittelt werden sollen “entfernen”. Wiederholen Sie den Vorgang, wenn Sie mehrere Belege einreichen möchten. Klicken Sie zum Schluss rechts unten auf die Schaltfläche “Absenden”.

Liste hochgelandener Dateien Meine SIGNAL IDUNA

7. Die Bestätigungsseite öffnet sich, Ihre Dokumente wurden erfolgreich übertragen.

Erfolgreicher Versand Meine SIGNAL IDUNA

Hat Ihnen diese Anleitung geholfen? Es würde mich sehr freuen, wenn Sie den Link zu dieser Anleitung teilen.

Beitragsoptimierung in der Privaten Krankenversicherung

Immer häufiger wird Bestandskunden einer Privaten Krankenversicherung die Beitragsoptimierung Ihres Krankenversicherungsschutzes angeboten. Slogans wie „Beitrag sparen bei gleicher Leistung“ klingen verlockend bei sogenannten „PKV-Checks“ vergleichbar und transparent. Doch was sich im ersten Augenblick plausibel und gut anhört, kann mit Nachteilen verbunden sein. Krankenversicherungstarife sind keine Stromtarife, die man risikolos wechselt. Es bedarf einer genauen Einzelfallbetrachtung. Dieses Thema haben spezielle Agenturen, Makler und auch Versicherungsvermittler aufgegriffen und bieten Ihre Dienste zum Tarifwechsel an. Dabei wird ein Honorar fällig oder die „Beitragseinsparung“ zum Verkauf neuer Produkte genutzt obwohl Kunden generell ein kostenfreies Umstellungsrecht haben.

In den letzten Jahren hat es immer wieder Gesetzesänderungen und neue Richtlinien betreffend der Privaten Krankenversicherung gegeben. Ein besonderer Einschnitt war dabei die Deckelung von Provisionen und die Erhöhung der Provisionshaftungszeit auf fünf Jahre. Dies war eine notwendige Maßnahme, die den stetigen Wechsel der Privaten Krankenversicherung nach Ablauf der Provisionshaftungszeit einschränkt. Diese Entwicklung führte aber auch dazu, dass sich Vertriebe dieser Art andere Betätigungsfelder suchten. Es grenzt schon an Sarkasmus, dass einige dieser Strukturen sich nun als Optimierer anpreisen und die Privaten Krankenversicherer als nicht objektiv, schlecht beratend und Lösungsverweigerer darstellen.

Grundsätzlich basiert das Thema Tarifwechsel auf  §204 des Versicherungsvertragsgesetzes. Hier wird das Recht des Tarifwechsels festgelegt. Die Bedingungen des Wechsels, die Mitnahme der Altersrückstellungen, die Umstellung in gleichartigen Versicherungsschutz. Auch die des Risikoausschlusses oder eines angemessenen Risikozuschlages bei Mehrleistungen.

Sollten Sie einen Tarifwechsel in Betracht ziehen, so ist es natürlich Ihnen selbst überlassen, welchen Weg Sie dafür wählen. Um eine kostenfreie Umstellung zu erwirken, wäre sicherlich Ihr persönlicher Außendienstpartner oder die Versicherungsgesellschaft selbst der erste Ansprechpartner. Führt dieses wider Erwarten zu keinem Ergebnis, so bieten diverse Verbraucherzentralen kostengünstig Hilfestellung an. Unabhängig davon, für wen Sie sich entscheiden, beachten Sie die folgenden Tipps für einen Tarifwechsel.

Beratungsdokumentation

Erkundigen Sie sich über den Status des Vermittlers oder der Agentur. Die alleinige Übergabe des Produktinformationsblatt reicht nicht aus. Bestehen Sie auf einer detaillierten Beratungsdokumentation. Aus ihr sollten alle wichtigen Informationen, z.B. von welchem Tarif – in welchen Tarif wird gewechselt, wann und mit wem fanden die Gespräche statt. Die Dokumentation sollte von beiden Seiten unterzeichnet werden. Kommt es im Nachhinein zu Problemen, so besteht eine schriftliche Grundlage.

Honorar und Provision

Prüfen Sie wie hoch das Honorar bei einem Tarifwechsel ausfällt und ob es nur bei einer erfolgreichen Umstellung gezahlt werden muss. Überlegen Sie, ob Ihnen die Umstellung das Honorar wert ist. Oftmals beträgt dieses das 8 – 12 fache des eingesparten Beitrages zzgl. 19% Mehrwertsteuer. Hinterfragen Sie, ob mit der Einsparung der Abschluss für neue Produkte geplant ist und welchen Zweck diese erfüllen sollen. Errechnen Sie anschließend, wieviel von Ihrer Beitragseinsparung in den nächsten Monaten übrig bleibt.

Altersrückstellungen

Durch Ihren bestehenden Vertrag haben Sie Altersrückstellungen gebildet. Diese mindern den laufenden Beitrag und den Beitrag im Alter. Je höher die Altersrückstellungen sind, desto besser ist Ihr persönlicher Beitrag im Alter. Wechseln Sie in einen günstigeren Tarif mit evtl. niedrigeren Leistungen, so ist auch die Kalkulation für die Altersrückstellung eine andere. Dies kann später wieder, je nach Tarif, zu höheren Beiträgen führen.

Leistungsumfang

Besonders aufmerksam sollten Sie bei den Leistungen sein. Eine reine Tarifbezeichnung mit Beiträgen bedeutet noch nicht, dass Sie exakt denselben Versicherungsschutz bekommen. Eine Gegenüberstellung der Leistungen muss detailliert erfolgen. Selbst vorerst gleich klingende Leistungen können sich in Nuancen unterscheiden. Augenscheinlich können Leistungen wie Wahlleistungen im Krankenhaus gleich klingen, jedoch könnte z.B. die Versorgung in einem Hospiz oder in einer gemischten Heilanstalt nicht mehr versichert sein. Entscheiden Sie sich für einen Verzicht von Leistungen z.B. das Zweibettzimmer, so ist die spätere Nachversicherung nicht ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich. Dies kann zu gravierenden Problemen führen, wenn Sie schwer erkranken oder bereits krank sind. Einst versicherte Leistungen stehen dann evtl. nicht mehr zur Verfügung.

Selbstbehalt

Auch die Einräumung eines Selbsthaltes ist in erster Linie ein geringerer Versicherungsumfang. Eine spätere Senkung des Selbstbehalt ist ohne erneute Gesundheitsprüfung nicht möglich, da es sich auch hierbei um  eine Mehrleistung handelt. Bei Arbeitnehmern beteiligt sich der Arbeitgeber an den Krankenversicherungsbeiträgen bis zum dafür vorgesehenen Höchstbetrag, jedoch nicht an Selbstbeteiligungen, die vereinbart wurden. Im Leistungsfall trägt der Arbeitnehmer den Selbsthalt allein. Ein Selbsthalt führt zu einem geringeren Beitrag, aber nicht zwangsläufig zu einer besseren finanziellen Gesamtsituation, wenn Leistungsfälle eintreten.

Beitragsentwicklung

Auch ein Tarifwechsel muss nicht zwangsläufig zu mehr Beitragsstabilität führen. Die Entwicklung des Beitrages ist langfristig nicht vorhersehbar. Dies liegt an Faktoren wie z.B. dem demographischen Wandel, gestiegen Kosten im Gesundheitswesen oder Gesetzesänderungen. Der Versicherer hat keine Möglichkeit, wie in der Gesetzlichen Krankenversicherung, Leistungen zu kürzen. Die vertraglich vereinbarten Leistungen muss er gewährleisten, daher ist die Beitragsanpassung eine Möglichkeit dieses Leistungsversprechen einzuhalten. Es kann also passieren, dass die einstige Wechsel Beitragsanpassungen nach sich zieht und der Einsparungseffekt  sich nach wenigen Jahren ausgleicht. Sicher gibt es hier Agenturen die eine Nachbesserungsgarantie einräumen, oft ist diese aber zeitlich beschränkt. Ein erneuter Wechsel müsste dann wieder mit einem neuen Honorar abgegolten werden.

Noch eine Anmerkung zur Beitragsentwicklung. Die Beitragsentwicklung ist ein zentrales Interesse jeder Privaten Krankenversicherung. Gesetzgeber und Unternehmen haben in den letzten Jahren vieles unternommen, z.B. den gesetzlich vorgeschriebenen Vorsorgezuschlag oder die Möglichkeit der pauschalen Beitragsminderung durch Zusatztarife, um in der Zukunft übermäßigen Beitragsanpassungen entgegenzuwirken. Langfristig stabile Beiträge sind das Ziel. Kunden die für eine Private Krankenversicherung entscheiden, sollten daher auch immer auf die Qualität der Versicherungsunternehmen achten.

Tarifwechsel sind verantwortungsvolle Entscheidungen

Wägen Sie einen Wechsel gut ab und lassen Sie sich zu keiner Entscheidung drängen. Ein Wechsel lohnt sich meist nur dann, wenn Sie sich in einer finanziellen Notlage befinden. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Krankenversicherung, um eine kostenfreie und passende Lösung zu finden.